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Clubgespräch
Professor Dr. Wolfgang Ullrich
“Originalitätsdämmerung? Der Kult ums Neue und sein mögliches Ende”
31. Januar 2014

× Freitag, 31. Januar 2014, 19 Uhr


Der Vortrag von Wolfgang Ullrich beschäftigt sich mit den vielen Formen von Wiederholung, Reprise, Reenactment etc. in der zeitgenössischen Kunst. Diese Phänomene wird er in seiner Untersuchung ideengeschichtlich und soziologisch in einen größeren Rahmen stellen.

So sehr Originalität in der westlichen Moderne als eines der höchsten Ziele gilt, so sehr könnte darin eine historische Ausnahme erkannt werden. Der Blick sowohl in die weitere Geschichte wie auch zu anderen Kulturen offenbart sogar zahlreiche negative Einschätzungen von Originalität und Kreativität und umgekehrt positive Einschätzungen des Wiederholens. Und es häufen sich die Indizien, dass auch im Westen eine neue Wertschätzung für Formen der Reproduktion und des Wiederholens entsteht. Lässt sich gar schon von einem epochalen Umbruch sprechen?

Professor Dr. Wolfgang Ullrich, geb. 1967 in München. Ab 1986 Studium der Philosophie, Kunstgeschichte, Logik/Wissenschaftstheorie und Germanistik in München. Magister 1991 mit einer Arbeit über Richard Rorty; Dissertation 1994 über das Spätwerk Martin Heideggers (Der Garten der Wildnis, München 1996). Seither freiberuflich tätig als Autor, Dozent, Unternehmensberater; 1997 bis 2003 Assistent am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste München; seit 2003 Gastprofessuren an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Seit 2006 Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

Wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte: Geschichte und Kritik des Kunstbegriffs; moderne Bildwelten; bildsoziologische Fragen; Wohlstandsphänomene.

In der Reihe [Clubgespräch] stellt der Kunstraum die Mitglieder des beratenden Kuratoriums vor. Neben Prof. Dr. Wolfgang Ullrich gehören diesem Prof. Dr. Hans Dickel, Prof. Dr. Andres Lepik, Christiane Meyer-Stoll, Tilman Müller-Stöfen und Barbara Schäfer an.

Siehe auch HfG-Karlsruhe und Perlentaucher