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Amerikanische Kunst in München.
1960 bis 1980

Ausstellung

im Kunstraum: 12. Juli bis 14. September 2014

Dokumentationsfotografien von Albrecht Ohly

Im Zentralinstitut: Verlängert bis zum 26. September 2014

Dokumentarische Vitrinenausstellung zu amerikanischer Kunst in München. 1960 bis 1980

Weitere Termine

ZentraIinstitut:

Studientag, 12./13. September 2014

Das Forschungskolloquium wurde verschoben, der Termin wird bekanntgegeben.

Kunstraum:

Mittwoch, 3. September, 19 Uhr (Re-Enactment Carl Andre)

Mittwoch, 10. September, 19 Uhr (Re-Enactment Agnes Martin)

Ein Projekt von Studierenden des Instituts für Kunstgeschichte,

koordiniert von Daniela Stöppel.

Eine Kooperation zwischen Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Institut für Kunstgeschichte der LMU und Kunstraum München.

Eine Veranstaltung des Studienzentrums zur Moderne – Bibliothek Herzog Franz von Bayern.

Eröffnung Zentralinstitut

Freitag 11. Juli, 18 Uhr, Katharina-von-Bora-Straße 10

Eröffnung Kunstraum

Samstag 12. Juli, 18 Uhr, Holzstraße 10

(1) Dokumentarische Vitrinen-Ausstellung im Zentralinstitut für Kunstgeschichte

(2) Re-Enactments im Kunstraum München

(3) Ausstellung mit Fotografien von Albrecht Ohly im Kunstraum München

Kuratiert von Studierenden des Instituts für Kunstgeschichte der LMU München,

geleitet von Daniela Stöppel,

in Kooperation mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte

und dem Kunstraum München.

Ein Projekt im Rahmen des Studienzentrums zur Moderne – Bibliothek Herzog Franz von Bayern.

⇓ Zentralinstitut für Kunstgeschichte
⇓ Kunstraum

⇓ Kunstraum Re-enactment Fred Sandback

⇓ Kunstraum Re-enactment Carl Andre

⇓ Kunstraum Re-enactment Agnes Martin

In den 1960er und 1970er Jahren erfährt Münchens Kunstszene wichtige Impulse, die eng mit den gleichzeitigen künstlerischen Entwicklungen in den USA verbunden sind: Die Galerie Friedrich und Dahlem wird 1963 gegründet und zeigt erstmals Werke der Pop Art, Minimal und Land Art in München. In diesem angeregten Klima eröffnen in den Folgejahren weitere Galerien, wie Tanit, Biedermann, art in progress oder Schöttle, die ebenfalls zahlreiche amerikanische Künstler/innen vertreten. 1968 wird die Pop-Art-Sammlung des Wella-Chefs Karl Ströher im Haus der Kunst ausgestellt und löst eine Debatte über die Ankaufspolitik der öffentlichen Museen aus. Der bereits 1965 gegründete Galerie-Verein, vom deutsch-amerikanischen Sammler Walter Bareiss mitinitiiert, versammelt nach amerikanischem Vorbild kaufkräftige Sammler und Mäzene, die den damals wenig progressiven Kurs der Staatsgemäldesammlungen korrigieren sollen und Werke zahlreicher Amerikaner erwerben, die heute aus den Beständen der Pinakothek der Moderne und der Graphischen Sammlung nicht mehr wegzudenken sind. Eine weitere Gruppe Kunstinteressierter gründet das Modern Art Museum, um den Mangel einer fehlenden Kunsthalle auszugleichen. Mit der Sammlung von Gunter Sachs und der Ausstellung „Barock – Minima“ wird auch hier ein Schwerpunkt auf die Kunst der Amerikaner gelegt.

Im Neubaugebiet Neuperlach lässt Michael Heizer 1969 einen Krater ausheben. Zur Olympiade 1972 plant Heiner Friedrich mit Walter de Marias Erdkilometer ein weiteres groß angelegtes Land-Art-Projekt, das nicht realisiert wird, obwohl sich die Architekten Behnisch und Partner für die Umsetzung einsetzen. Als Raum für die neue Avantgarde-Kunst wird 1973 der Kunstraum München gegründet und zeigt Ausstellungen mit Richard Tuttle, Agnes Martin, Fred Sandback, Maria Nordman und anderen. 1977 und 1979 finden im Lenbachhaus Performance-Reihen, u.a. mit Laurie Anderson, statt. Hierbei, wie auch im Galerieprogramm von Dany Keller, sind viele amerikanische Künstler und Künstlerinnen zu sehen. In den gleichen Jahren besichtigt Dan Graham die Amalienburg und Douglas Huebler fotografiert Dachau. Warhol besucht München mehrfach, bei Schellmann und Klüser erscheinen 1980 seine Beuys-Portraits. Zahlreiche weitere Editionen, unter anderem von Sandback, La Monte Young oder Lawrence Weiner entstehen in München.

Dieser ereignis- wie folgenreichen Zeitspanne in der Kunstgeschichte Münchens hat sich nun ein Projektseminar des Instituts für Kunstgeschichte der LMU München genähert: Die Protagonisten der 1960er und 1970er wurden befragt, ein Pressespiegel erstellt und ausgewertet, Archive, Sammlungen und Privatpersonen besucht, Provenienzen nachvollzogen, Editionen gesichtet und Einzelwerke analysiert. Die Ergebnisse werden nun in einer topographisch organisierten Vitrinen-Ausstellung im Zentralinstitut präsentiert. In drei Re-Enactments werden außerdem im Kunstraum Installationen und Werke von Fred Sandback, Donald Judd und Agnes Martin wiederaufgeführt, um sie einer Aktualisierung und kritischen Befragung zu unterziehen. Nicht zuletzt wird im Kunstraum mittels einer Fotografie-Ausstellung mit Werken von Albrecht Ohly ein Zeitgenosse gewürdigt, der mit Sensibilität und Einfühlungsvermögen zahlreiche Ausstellungen amerikanischer Künstler/innen im Medium der Fotografie festgehalten hat.

www.zikg.eu

www.kunstraum-muenchen.de

www.kunstgeschichte.uni-muenchen.de